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Vereinsgeschichte

Die Anfänge im Jahr 1893
 
Am 6. September 1893 erfolgte die amtliche Eintragung und erste Erwähnung des PÖTZLEINSDORFER VERSCHÖNERUNGSVEREINS im Register der Wiener Vereinsbehörde. Leider sind nicht mehr viele Unterlagen aus den frühen Jahren des COTTAGE TENNISCLUB PÖTZLEINSDORF erhalten.
 
Das ist amtlich!

Eine detaillierte Schilderung meiner bürokratischen Hürdenläufe bei der Vereinsbehörde zum Zweck der Dokumentation der Vereinsgeschichte würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, zudem gäbe es berufenere Schriftsteller zu diesem Thema (Franz Kafka etwa wäre da zu empfehlen). Kurzum: Nach längeren Verhandlungen wurde mir aufgrund meiner Funktion als letzter Obmann des 1998 aufgelösten Verschönerungsvereins wenigstens Einsicht in die alten Akten des eigenen Vereins gewährt. Der Einblick in die Unterlagen der Zeit zwischen 1938 und 1958 wurde mir jedoch verwehrt - kein Zeichen von Behördentransparenz und Bürgerservice!
 
Die Gründungsjahre

Der PÖTZLEINSDORFER VERSCHÖNERUNGSVEREIN verstand sich von Beginn an als lokale Dachorganisation, unter deren Führung verschiedene gesellschaftliche Aktivitäten (u.a. eine Orchestervereinigung, eine Theatergruppe, der Sportklub) betrieben und gefördert wurden. In der in Kopie verfügbaren Meldung der neugewählten Funktionäre an das Löbliche k. k. Polizei Kommissariat in Wien XVIII von 1915 bzw. 1917 sind diverse Funktionäre, Vorstandsmitglieder, Beiräte, Eis-, Tennis- und Wegewarte namentlich genannt, darunter auch Dr. Richard Gross, mein Großvater, der als Mitglied des Vorstandes an der Errichtung der ersten Tennisplätze wesentlich beteiligt war. Das Grundstück, auf welchem sich heute unsere Tennisplätze befinden, hatte der PÖTZLEINSDORFER VERSCHÖNERUNGSVEREIN von der Gemeinde Wien gepachtet und dem PÖTZLEINSDORFER SPORTKLUB (PSK) zum Betrieb von Sportplätzen überlassen.
 
Zwischenkriegszeit

Interessant wäre es, mehr über die Mitglieder des Clubs und die Entwicklung des Sports in den zwanziger und dreißiger Jahre zu erfahren. Leider ist aus dieser Zeit jedoch fast nichts überliefert. So ist man auf wenige Erinnerungsstücke angewiesen: 1928, vor genau 75 Jahren, wurde der abgebildete Wanderpokal gestiftet und ging nach drei erfolgreichen Turnieren in den Besitz meines Vaters, Dr. Reinhard Grohs, über. Auf diese Weise blieb er als frühes Dokument der Vereinsgeschichte erhalten.

Wanderpokal 1928

 
Im Februar 1932 brannte das hölzerne Clubhaus nieder. Noch im selben Jahr wurden neue Benützungsverträge mit der Gemeinde Wien abgeschlossen und die Errichtung eines neuen Klubhauses genehmigt. Dieses Klubhaus blieb bis 1968 in Betrieb. 1936 änderte der Verein den Namen auf "Verschönerungsverein von Pötzleinsdorf, Neustift am Walde und Salmannsdorf".
 
In der Deutschen Arbeiterfront

Mit einem Schreiben vom 10. Februar 1939 - gemäß Gesetz vom 17. Mai 1938 - wurde der Verschönerungsverein in die Vermögensverwaltung der Deutschen Arbeitsfront Ges.m.b.H., Berlin - eingegliedert. Der Verein verlor damit seine unabhängige Existenz. Über die Verwendung der Sportanlage aus der Zeit von 1939 bis 1945 liegen mangels Einsicht in die Vereinsunterlagen und aufgrund des Fehlens sonstiger Dokumente keine Angaben vor.
 
Der Verein lebt wieder auf

Am 30. Juni 1947 stellte Dr. Reinhard Grohs - vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Julius Jeannée - den Antrag, die Auflösung des Verschönerungsvereins rückgängig zu machen und den Verein mit seinen seinerzeit zugestandenen Rechten wiederherzustellen. Mit Bescheid vom 4. Februar 1948 konnte in einem ersten Schritt der Verschönerungsverein seine Tätigkeit wieder aufnehmen. Am 10. August 1948 wurde in einer außerordentlichen Generalversammlung der erste Vereinsvorstand nach dem Zweiten Weltkrieg gewählt: Vorstandsmitglieder waren Otto Anger, Herma Grohs, Dr. Reinhard Grohs, Alfred Horner, Heinrich Kawinek, Dr. Julius Jeannée, Josef Schindler, Elisabeth Sykora und Stefan Weinmann.
 
Antrag auf Rückstellung der Sportanlage

Ein Antrag auf Rückstellung der Pachtrechte an den Tennisplätzen gemäß Pachtvertrag vom 14. April 1932 wurde am 29. Juni 1956 eingebracht (die Plätze waren bis zum Abschluss des österreichischen Staatsvertrages von der amerikanischen Besatzungsmacht beschlagnahmt). Die Verhandlungen endeten an 26. Juli 1957 mit einem Vergleich, in welchem die vorübergehenden Besitzer (der Döblinger Tennisklub) verpflichtet wurden, die Tennisanlage bis 31. Oktober 1957 gegen Bezahlung einer Ablöse von 160.000 Schilling an den Verschönerungsverein zurückzustellen.
 
Gründung des Cottage Tennisclub Pötzleinsdorf

Am 27. September 1957 wurde in einer außerordentlichen Generalversammlung des VERSCHÖNERUNGSVEREINS VON PÖTZLEINSDORF, NEUSTIFT AM WALDE UND SALMANNSDORF beschlossen, einen neuen Sportverein, den COTTAGE TENNISCLUB PÖTZLEINSDORF (CTP), zu gründen. Zur gleichen Zeit wurde der Pachtvertrag mit der Gemeinde Wien um zehn weitere Jahre verlängert. Durch einen Unterpachtvertrag wurde der CTP zum Nutznießer des zwischen Verschönerungsverein und Stadt Wien geschlossenen Benützungsvertrages. Die Vereinsleitung des Verschönerungsvereins bestand damals aus Dr. Otto Anger, Anton Frank, Louise Franner, Herma Grohs, Dr. Reinhard Grohs, Dr. Friedrich Homolek, Dr. Julius Jeannée, Dr. Erich Newald, Dr. Franz Palme, Rudolf Rampf, Hans Schweikert, Ing. Arthur Spiegler, Hans Toch, Stefan Weinmann, Dir. Peter Winterstein, Dr. Walter Wolfrum.

Um den erheblichen Ablösebetrag überhaupt aufbringen zu können, wurde die Verbindung zu dem bereits 1872 gegründeten WIENER COTTAGE VEREIN gesucht. Dieser verkaufte gerade seine Eislauf- bzw. Tennisplätze im Bereich der Gymnasiumstrasse. Die Mitglieder der Sportsektion waren daher sehr an einer gemeinsamen Nutzung unserer Anlage interessiert.

Bei der ersten Stamm-Mitgliederversammlung am 4. Dezember 1957 wurden folgende Personen in den Vorstand des CTP berufen: Dr. Otto Anger, Dr. Christian Bablik, Dr. Reinhard Grohs, Dr. Julius Jeannée, Dir. Dipl. Ing. Hugo Schedlbauer, Direktor Peter Winterstein, Dipl. Ing. Otto C. Wolfrum, Kom.Rat Dipl. Ing. Kurt Zuckermann. Bereits im Frühjahr 1958 konnte der neu gegründete COTTAGE TENNISCLUB PÖTZLEINSDORF, gebildet aus Mitgliedern des ehemaligen PÖTZLEINSDORFER SPORTKLUBS (PSK) und Mitgliedern des COTTAGE-EISLAUF-VEREINS (CEV), den Tennisbetrieb aufnehmen.

 
Erweiterung der Anlage, Neubau des Clubhauses

Was sich in den folgenden Jahren getan hat, haben viele der heutigen Mitglieder noch selbst miterlebt. In den Jahren 1969/1970 wurde das alte Clubhaus umgebaut, 1972 die Pachtrechte vom Verschönerungsverein an den CTP übertragen und 1974 bzw. 1975 die Plätze 7 und 8 errichtet. 1987/1988 wurde das alte Klubhaus komplett abgerissen und durch einen sehr schönen Neubau ersetzt. Im Jahr 1984 wurde schließlich Platz 9 fertiggestellt.
 
 

Einige wichtige chronologische Daten

1989 erfolgte eine weitere Pachtverlängerung bis zum 30. Juni 2014.

Bei der Generalversammlung vom 16. April 1991 wurde einstimmig eine Änderung der Statuten des COTTAGE TENNISCLUB PÖTZLEINSDORF beschlossen, die unter anderem die Wahl des Vorstandes durch die Mitglieder einer Wahlversammlung vorsieht, die ihrerseits von der Generalversammlung des Clubs gewählt wird.

Der VERSCHÖNERUNGSVEREIN VON PÖTZLEINSDORF, NEUSTIFT AM WALDE UND SALMANNSDORF wurde mit Bescheid vom 23. April 1998 aufgelöst, da der Verein bereits seit einigen Jahren keine nennenswerte Tätigkeit mehr ausübte.

 

50 Jahre Jahre CTP - eine Erfolgsgeschichte

Schon zu Beginn der sechziger Jahre nahm die sportliche Entwicklung des CTP eine sehr erfreuliche Entwicklung, die Mitte der siebziger Jahre, als sowohl die erste Herren- wie die erste Damenmannschaft zeitweise sogar in der Staatsliga spielten und Jugendliche des CTP bei den Burschen und Mädchen den Wiener Meister stellten, einen ersten Höhepunkt fanden. Auch das gesellschaftliche Leben im Club war zu dieser Zeit, als Tennis zum Breitensport wurde, sehr aktiv.

Jubiläumsfeier 2007
 
Nach den großen Nachwuchsproblemen Mitte der achtziger Jahre setzte zu Beginn der neunziger Jahre ein Neubeginn ein, der seitens des Vorstandes durch eine familienfreundliche Aufnahmepolitik, die aktive Jugendförderung und eine allgemeine Verstärkung des sportlichen Engagements unterstützt wurde. Auf diese Weise konnte der Verein unter strikter Beibehaltung des Amateurstatus seiner Spieler immer wieder schöne sportliche Erfolge erzielen und seine Mitglieder trotz der starken Konkurrenz vieler neuer Freizeitangebote auch weiterhin für das Tennis begeistern. Im Jahr 2007 wurde der CTP 50 Jahre alt - ein rundes Jubiläum, das auf Grund der Entwicklung der letzten Jahre umso mehr Freude bereitet.

Peter Grohs (2007)

 
 
 
 
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